Hannover

Wiedererrichtung Schloss Herrenhausen

 

ORT: Hannover
BAUZEIT: 05.2011 bis 07.2012
AUFTRAGGEBER: IVA KG
AUFTRAGSSUMME: 6.000.000 €

 

 

Auf dem Grundstück "Alte Herrenhäuser Straße" in Hannover Herrenhausen an den Herrenhäuser Gärten wurde das Schloss Herrenhausen als Tagungszentrum mit Museumsflächen wieder errichtet.
Die Fassade des Schlosses wurde nach historischer Rekonstruktion, jedoch mit moderner Konstruktion wieder
hergestellt.

 

Grundlage der Erstellung war die Planung des Architekturbüros Jastrzembski-Kotulla aus Hamburg. Die Objektüberwachung wurde von Herrn Schulze übernommen. Für die Tragwerksplanung zuständig war das Büro Wetzel & von Seht aus Hamburg. Das Bodengutachten wurde von dem Ingenieurbüro Schnack und Partner aus Hannover erstellt. Die Planung und die Erstellung der Leistungsverzeichnisse Technische Gebäudeausrüstung erfolgte durch das Büro HTW aus Düsseldorf und TGL aus Hannover.

 

Das Gebäude ist in 4 Bereiche unterteilt. Der Hauptbaukörper, mit Schloss bezeichnet, beinhaltet das Tagungszentrum mit Eingangsbereich, Festsaal, Seminarbereichen und Büroflächen. Die Seitenflügel sind in Ost und Westbereich unterteilt und nehmen Museumsflächen sowie Technik und Küchenbereiche in den Untergeschossen auf. Der Hörsaalbereich befindet sich unter der Gartenhoffläche und enthält den Hörsaal, Seminarbereiche, sowie Technikflächen im 2. Untergeschoss.

 

Die Gründung der Gebäude erfolgte über eine Flachgründung in Verbindung mit Kleinverpresspfählen. Die Auftriebssicherung erfolgte über Kleinverpresspfähle als Zugelement.

 

Das Gebäude wurde in Massivbauweise erstellt. Alle tragenden Teile wurden in Stahlbeton errichtet.
Die Decken bestehen aus Stahlbeton, sowie aus Stahlverbunddecken. Die Außenwände im UG und die Sohlen bestehen aus Stahlbeton und wurden mit einer Frischbetonverbundfolie als Abdichtung gegen drückendes Wasser ausgeführt. Zum Schutz der Abdichtung wurde auf den Wänden eine Perimeterdämmung aufgebracht. Die oberirdischen Außenwände wurden aus 20 cm Stahlbetonwänden mit einem Kalksandstein-Verblendmauerwerk und Kerndämmung ausgeführt.

 

Das Schloss erhielt ein Sparrendach als Holzkonstruktion mit Pfannendeckung. Die Seitenflügel ein
Flachdach aus Stahlbeton. Die Abdichtung erfolgte über Kunststoffbahnen. Der Hörsaal erhielt ein Flachdach
mit 2% technischem Gefälle aus Stahlbeton und Stahlverbunddecken. Die Abdichtung erfolgte als Umkehrdach
mit Kunststofffolie. Das Dach wurde mit den Außenanlagen als Gartenbereich überbaut.

 

Die Außenwände wurden als zweischalige Konstruktion mit Kerndämmung und einer Putzfassade nach historischem Vorbild mit Gesimskonstruktionen und Bossenputz sowie einem Natursteinsockel ausgeführt. Die
Fenster wurden als Kastenfenster ausgeführt. Das äußere Fenster wurde nach historischem Vorbild als Holzfenster rekonstruiert. Das innere Fenster wurde als Holzfenster ausgeführt.

 

Ausgeführte Leistungen:

  • Rundschalung: 1.250 m²
  • zweihäuptige Schalung: 14.500 m²
  • Deckenschalung: 4.300 m²
  • einhäuptige Schalung: 1.900 m²
  • Betonstahl: 850 to
  • Beton: 6.500 m³
  • Erdbewegung innerhalb der Baugrube: 2.000 m³
  • Entwässerungskanalarbeiten: 415 m

 

 

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