Osnabrück

Rück- und Neubau der Schellenbergbrücke

 

ORT: Osnbarück
BAUZEIT: 03.2009 bis 05.2011
AUFTRAGGEBER: Stadt Osnabrück
AUFTRAGSSUMME: 9.000.000 € (Arge mit Fa. Dieckmann)

 

 

Für den Rück- und Neubau der rund 100 Jahre alten Schellenbergbrücke erneuerte das Bauunternehmen Hofschröer aus Lingen in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Straßenbauunternehmen Dieckmann aus Osnabrück die längste Brücke der Stadt. Sie überspannt auf ca. 125 Metern den kompletten elektrifizierten Osnabrücker Rangierbahnhof mit 10 Gleisen inklusive zwei Hauptgleisen der Bahnstrecke Berlin – Amsterdam. Die alte Brücke bestand aus fünf Feldern und einer Reihe verschiedener Überbauten. Es sind sowohl Spannbetonkonstruktionen, Walzträger in Beton, Stahlfachwerkträger als auch eine Bogenbrücke aus Stahlbeton abgebrochen worden.

Ergebnis der Variantenplanung war 2005 ein zweistegiger Plattenbalken mit aufgevouteten Stegen, welcher in Spannbetonbauweise als Vierfeldbrücke hergestellt wird.


Der Rück- und Neubau konnte nur in Sperrpausen und Wochenendarbeitszeiten in engen Zeitfenstern durchgeführt werden. Um diese Aufgaben erfolgreich durchzuführen waren umfangreiche Planungsleistungen in der bautechnologischen und baubetrieblichen Seite zu erbringen. Durch den Gleisbetrieb unter der Brücke entstehen viele zeitliche und bauliche Zwänge, die es gilt, optimal in den Baubetrieb einzugliedern.

Der Rückbau der Stahlfachträger war die größte Herausforderung. Mit zwei, auf den Hauptgleisen aufgebauten Kränen (500 und 650 to), wurde das letzte Teilstück der alten Brücke mit einem Gewicht von 250 to innerhalb von ca. 10 Stunden als Gesamtkonstruktion nach statischer Prüfung ausgehoben und in seitlicher Lage auf eine selbstfahrende Schwerlastmaschine abgesetzt und das Widerlager herunter gefahren.

Die drei auf Bohrpfählen gegründeten Stützelemente der Pfeilerscheiben in Form einer Ellipse sind jeweils neun Meter hoch und 15 Meter lang. Ca. 190 Kubikmeter Beton für jeden Pfeiler können aufgrund des Zugverkehrs innerhalb der Woche nur am Wochenende und nachts eingebaut werden.

Der lang anhaltende und klirrend kalte Winter zwang die Firma Hofschröer Maßnahmen durchzuführen, die für den Betoneinbau normalerweise ungewöhnlich sind. Damit die überjährig geplanten Termine eingehalten werden, musste die Schalung für den Betonage- und Abbindeprozess aufgeheizt werden.

 

 

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