Bochum

Stadtbahnhof Gesundheitscampus

ORT: Bochum
BAUZEIT: 11.2012 bis 12.2017
AUFTRAGGEBER: Bochum-Gelsenkirchener Stadtbahnverpachtungsgesellschaft
AUFTRAGSSUMME: 8.500.000 €

 

Kurzbeschreibung der Baumaßnahme:

Der westlich der Ruhr-Universität in Bochum gelegene BioMedizinPark und das neu entstehende Hochschulzentrum „Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen“ sollten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen werden. Zu diesem Zweck entstand auf der Strecke der Stadtbahnlinie U35 zwischen den Bahnhöfen Markstraße und Ruhr-Universität eine neue Haltestelle Bahnhof Gesundheitscampus.

 

Die „Campuslinie“ U35 verbindet die Städte Bochum und Herne sowie die Bochumer Innenstadt und die Ruhr-Universität. Sie ist die meistgenutzte Linie der BOGESTRA (Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG). Die Linie verläuft zwischen der Stadt Herne und der Bochumer Innenstadt in Tunnellage und ab der Haltestelle Wasserstraße als oberirdische Stadtbahnanlage im eigenen Bahnkörper in Mittellage der Universitätsstraße. Abweichend vom sonstigen Schienennetz der BOGESTRA weist diese Linie eine Spurweite von 1435mm auf.

 

Vor Beginn bestand die Universitätsstraße im Bereich des neu geplanten Bahnhofes aus zwei getrennten Richtungsfahrbahnen, zwischen denen auf einem getrennten Gleiskörper die Gleise der Stadtbahnlinie U35 verliefen. Im Kreuzungsbereich mit der Max-Imdahl-Straße wurden die beiden Richtungsfahrbahnen der Universitätsstraße und der Stadtbahngleise auf drei getrennten Brückenüberbauten über die Max-Imdahl-Straße geführt. Die bestehenden Brücken waren dabei jeweils als Dreifeld- Spannbetonbrücken mit Stützweiten von 11m, 19m und 14m ausgeführt. Zwischen den einzelnen Überbauten befanden sich Lücken von ca. 3,50m Breite.

 

Zur Erstellung des Bahnhofs Gesundheitscampus mussten die Stadtbahngleise aus ihrer  Lage nach außen auf die Universitätsstraße verschoben werden, so dass im Bereich der alten Gleislage ein Mittelbahnsteig angeordnet werden konnte. Zur Anordnung des Mittelbahnsteiges wurde die bestehende Stadtbahnbrücke abgebrochen und eine neue Spannbetonbrücke, die den Raum zwischen den beiden Straßenbrücken komplett einnimmt, errichtet. Über die neue Brücke führen nun beide Stadtbahngleise. Zwischen diesen liegt der neue Mittelbahnsteig.

 

Der Bahnhof verfügt im westlichen Bereich über ein unterirdisches Verteilerbauwerk, das von der Max-Imdahl-Straße (Bereich südliche Zubringerstraße) über einen Fußgängertunnel, der in Deckelbauweise unter Aufrechterhaltung des Straßen- und Stadtbahnverkehrs errichtet wurde, erreichbar ist. Im Bereich des Bahnhofs-Ostkopfes ist die Fahrebene von der Max-Imdahl-Straße aus über eine Treppe und einen Aufzug erreichbar.

 

Der Auftrag umfasste die Ausführung der Rohbauarbeiten für den Bahnhof Gesundheitscampus einschließlich des Abbruchs und Neubaus der Stadtbahnbrücke, des Rückbaus der alten Stadtbahntrasse, sowie alle erforderlichen Arbeiten für die Gleisführung als Bauzwischenzustand (temporäre Gleisführung auf der Universitätsstraße) und die endgültige Gleisführung (Gleisunter/-oberbau, Stadtbahnoberleitung).

 

Zur Durchführung der Baumaßnahme war die Einrichtung mehrerer provisorischer Verkehrsführungen in verschiedenen Bereichen der Universitäts- und der Max-Imdahl-Straße erforderlich.

 

Der Bahnsteigbereich des Bahnhofs Ghc wird beidseitig durch die Universitätsstraße, sowie durch die Stadtbahngleise begrenzt, wodurch es während der Bauphase zu einer Inselbaustelle mit geringen Platzverhältnissen und erschwerter Andienung kam. Insbesondere die Stadtbahngleise sowie deren Oberleitung erschwerten die Andienung der Baustelle.

 

Gewerke:

  • Verkehrssicherung
  • Erdbauarbeiten
  • Verbauarbeiten
  • Abbrucharbeiten
  • Beton- und Stahlbetonarbeiten
  • Straßen- und Wegebauarbeiten
  • Gleisbau- und Oberleitungsarbeitenarbeiten
  • Bahnsteigbau

 

Leistungsumfang:

  • 3.000 m³ Bodenaushub unter erschwerten Bedingungen (durch Tunnelportal)
  • 300 m² Bohrpfalwände
  • 600 m² Trägerbohlverbau mit Betonverzug
  • 400 m³ (Brücken-) Abbruch
  • 2.750 m³ Beton- und Stahlbetonarbeiten
  • 800 m Gleisbauarbeiten als Provisorium inkl. Rückbau des Bestandsgleise
  • 800 m Gleisbauarbeiten als Neubau und als fertige Leistung inkl. Fahrleitungsbau
  • 160 m Bahnsteigbau

 

Weitere Ansichten:

 

 

zurück zur Übersicht