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Ersatzneubau der Straßenüberführung Bottroper Straße in Essen

Am 04.07.2019 erhielten wir von der Stadt Essen den Auftrag zum Ersatzneubau der Straßenüberführung Bottroper Straße in Essen.

 

Die Bottroper Str. (L631) wird im Essener Norden, Stadtteil Bochold, in Nord/Süd-Richtung über die Eisenbahnlinien der Strecken 2650 (RE3) und 2277 (S-Bahn S2) mittels zweier zweispuriger Brückenbauwerke geführt, getrennt nach Fahrtrichtungen. Bauwerksprüfungen haben gezeigt, dass der Verbundüberbau nicht mehr ausreichend tragfähig ist, sodass ein Neubau notwendig wird. Der westliche Überbau aus den 1950er Jahren trägt hierbei die Fahrspuren in südlicher Richtung (nach Essen), der benachbarte, östliche Überbau aus den 1970er Jahren die Fahrspuren nach Norden, Richtung Bottrop.

 

Die westliche Brücke wurde als Verbundquerschnitt geplant und ausgeführt, der als Einfeldträgerkette über drei Felder mit Spannweiten von 11,55 – 34,63 – 11,55 m die Eisenbahnlinien überspannt. Der Überbau hat eine Gesamtbreite von ca. 19,05 m und umfasste ursprünglich eine (mittig gelegene) Straßenbahnlinie, sowie seitlich jeweils eine Fahrspur und einen Geh-/Radweg. Die östliche Brücke wurde als Einfeldträger und als doppelstegiger Spannbetonquerschnitt mit einer Spannweite von ca. 58 m errichtet.

 

Es ist ein ingenieurmäßig geplanter Rückbau vorgesehen, der teilweise in Sperrpausen der Bahn durchgeführt werden muss. Der Neubau beginnt mit der Herstellung der Bohrpfähle für die Widerlagergründungen auf einer zwischen Pfeiler und Bestandswiderlager neu angeschütteten Arbeitsebene. Nachfolgend werden die Sohlplatten, die Widerlagerwände und Lagerbänke, die Flügel- und die Kammerwände aufbetoniert. Danach erfolgt in Sperrpausen der Bahn mittels Autokran das Auflegen der Stahlträger auf einer bauzeitliche Lagerung und die Verbindung mit den Querträgern und das Auflegen der Stahlbeton-Halbfertigteile. Abschließend erfolgt der Einbau der Abdichtung, der Übergangskonstruktion, des Fahrbahnbelags, der Kappen sowie der weitere technische Ausbau.

 

Gewerke: Technische Bearbeitung, Verkehrssicherung, Erdbau und Baufeldfreimachung, Gerüstbauarbeiten, Abbrucharbeiten, Spezialtiefbau/Bohrpfahlarbeiten, Beton- und Stahlbetonbau, Korrosionsschutz, Abdichtungsarbeiten, Belagsarbeiten, Brückenausstattung, Straßenbau, Elektroarbeiten

 

Die Arbeiten beginnen im Januar 2020 und enden voraussichtlich im April 2021. Die Auftragssumme beträgt ca. 3,6 Mio. Euro (brutto).

 

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