400 Tonnen in nur 4 Minuten

Einschub eines Rahmenbauwerkes über Ostern

In einer Sperrpause von Karfreitag 05:00 Uhr bis Dienstag 03:00 Uhr hat die Fa. Hofschröer über die Ostertage in einer dauerhaften 94 stündigen Aktion ein 400 Tonnen schweres Tunnelbauwerk von einer seitlich gelegenen Baugrube in eine Baugrube im Gleisbereich eingeschoben.

 

Hierzu musste zu Beginn der Gleisaufbau zurückgebaut werden. Ein 21m langer ausgesteifter Verbaukasten hergestellt werden. Und das Erdreich ausgehoben, separiert und zwischengelagert werden.

 

Für das Verschieben des schweren Stahlbetonbauwerkes musste anschließend eine Gleitbahn auf Fundamenten, Stahlträgern, Feinblechen und Winkeln innerhalb einer Baugrube errichtet werden.

 

Der Verschub selbst erfolgte über vier angesteuerte Hydraulikstempel und Seilwinden. Die Stempel wurden zudem mit Stickstoff-Unterströmung zusätzlich angehoben, so dass der Reibungsbeiwert sinkt, und die rückverankerte Seilwinde die Restkraft zum Ziehen aufbringen kann, ohne die Spundwandbaugrube oder das Bauwerk selbst mit zusätzlichen Befestigungen zu gefährden.

 

Innerhalb von 4 Minuten fand der Verschub über die Strecke von 18,818 m seinen Platz.
Die Achse des Gleises wurde exakt getroffen wobei die Längsneigung von 1 % eingehalten werden konnte.

 

Nach Einfahren des Tunnelbauwerkers in Endlage ist die Hydrauliktechnik als auch die Gleitbahn wieder demontiert worden.

 

Im Anschuss ist die Baugrube verfüllt und verdichten, eine Medienleitung DN300 eingebaut und der Gleisaufbau wiederhergestellt worden.

 

Das Gleis konnte am Dienstag morgen gegen 3 Uhr termingerecht freigegeben werden.

 

 

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