Bocholt

Neubau Stauwehranlage Eisenhütte, Bocholt

ORT: Bocholt
BAUZEIT: 07.2014 bis 04.2017
AUFTRAGGEBER: Stadt Bocholt
AUFTRAGSSUMME: 4.100.000 Euro

 

Kurzbeschreibung der Baumaßnahme:

Im Auftrag der Stadt Bocholt erfolgte der Neubau der Stauanlage Eisenhütte in der "Bocholter Aa". Die neue Stauanlage wurde mit zwei Wehrfeldern und einer Wehrfeldbreite von jeweils 10,00 m ausgeführt. Die Stauanlage hat einschließlich des Tosbeckens eine Gesamtlänge von 17,00 m und eine Gesamtbreite von 23,00 m. Zusätzlich zur Stauanlage ist eine Wasserkraftanlage entstanden. Für eine höhere Energieausbeute durch die Nutzung der Wasserkraft, wurde die Fallhöhe durch eine unterwasserseitige Sohlabsenkung über eine Länge von 220,00 m mit einer Tiefe von bis zu 0,90 m erhöht.

 

Für den Bau der Stau- und der Wasserkraftanlage wurde zum Erhalt der ökologischen Durchgängigkeit eine Fischaufstiegsanlage als Kombinationsgerinne errichtet, die eine Rückverlegung des vorhanden Deiches erforderte. Im ersten Abschnitt wurde die Fischaufstiegsanlage in Form eines Raugerinne-Beckenpasses über eine Länge von 52,00 m hergestellt.

 

Die Herstellung der neuen Stauwehranlage erfolgte in zwei Bauabschnitten, die nacheinander errichtet wurden. Hierzu wurde der jeweilige Bauabschnitt mit einer Stahlspundwand wasserdicht umschlossen. Die Wasserhaltung innerhalb der Baugrube erfolgte mittels Tiefenbrunnen und Spüllanzen. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der anliegenden Gebäude wurden mehrere Grundwassermesstellen eingerichtet und überwacht. Die Vorflut der Bocholter Aa erfolgte über den jeweiligen offenen Bauabschnitt.

 

Zur Auftriebssicherung der Anlage wurden nach dem Erdaushub Mikropfähle in die Baugrube eingebaut. Der Einbau der Einbauteile für den Stahlwasserbau (Wehrklappen) erfolgte im Erstbeton. Die Wehrklappen wurden suksessive gem. Baufortschritt geliefert, eingebaut und in Betrieb genommen. Ergänzend zur Wehranlage wurde eine Wasserkraftanlage, inkl. Betriebsgebäude aus Stahlbeton errichtet. Ebenso erfolgte die Profilierung der Gewässersohle und die Sicherung und Verbesserung der Wasserschutzdeiche.

 

Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch landschaftspflegerische Arbeiten sowie Erschließungsarbeiten für Servicefahrzeuge und Radfahrer ausgeführt. Das Umfeld der Anlage wurde entsprechend der architektonischen Vorgaben hergestellt.

 

Gewerke:

  • Erdarbeiten
  • Wasserhaltungsarbeiten
  • Tiefengründung (Mikro-Pfähle)
  • Stahlwasserbauarbeiten
  • Stahlbetonbauarbeiten
  • Verkehrssicherungsarbeiten
  • Dachabdichtungsarbeiten
  • Beschichtungsarbeiten
  • Schlosserarbeiten
  • Geländerbauarbeiten
  • Taucherarbeiten
  • Putzarbeiten
  • Türen- und Torbauarbeiten
  • Elektrotechnikarbeiten
  • Blitzschutzarbeiten
  • Verbauarbeiten
  • Mauerwerks- und Verblendmauerwerksarbeiten

 

Leistungsumfang:

  • 1060 m² Verbauarbeiten (Spundwandverbau)
  • 1470 m³ Beton- und Stahlbetonarbeiten

 

 

Weitere Ansichten:

 

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